Ich habe gestern etwas getan, wovon mir viele abgeraten haben
- Flo Eckhoff
- 18. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Jan.
Ich habe gestern Morgen aufgelegt und wusste: Ab jetzt liegt es nicht mehr in meiner Hand.
Ein Telefonat mit ein paar Fragen und ehrlichen Antworten.
Und dann? Schreibt jemand anderes meine Geschichte weiter.
Heute ist Donnerstag, der 18.12.2025.
Heute ist ein neuer Artikel über mich in der Hamburger Morgenpost online gegangen. Und weil mich seitdem wieder viele Nachrichten erreichen wie „Wie läuft das eigentlich mit Zeitungsartikeln?“ oder „Wusstest du vorher, was da über dich steht?“ nehme ich euch heute mal ganz offen mit hinter die Kulissen.
Wie entsteht eigentlich so ein Zeitungsartikel? In diesem Fall war es ganz simpel:
Gestern Morgen habe ich mit einer total netten Redakteurin telefoniert. Sie hat mir Fragen gestellt. Ich habe geantwortet – so, wie ich eben denke und fühle. Aus diesen Antworten schreibt sie anschließend einen Artikel.
Manchmal läuft es aber auch ganz anders:
Redakteur:innen kommen zu mir nach Hause
wir treffen uns irgendwo
manchmal dauert es Stunden, manchmal nur Minuten
Was jedoch immer gleich ist: Ich weiß vorher nicht, was am Ende im Artikel steht. Das ist für mich jedes Mal eine Überraschung. Und etwas, das manche nicht wissen: Wenn ein Artikel im Abo-Bereich erscheint, muss auch ich selbst ein Abo abschließen, um ihn lesen zu können. Ich bekomme keinen Entwurf. Ich gebe nichts frei. Ich habe keinen Einfluss auf die Veröffentlichung.
Ich teile das hier, weil mich dazu so viele Fragen erreichen.
Das ist spannend und jede Redaktion arbeitet auch anders.
Drei Fragen aus dem Morgenpost-Artikel brauchen mehr Raum
Bei der Hamburger Morgenpost habe ich drei Fragen beantwortet, bei denen ich gemerkt habe: Das lässt sich eigentlich nicht in ein paar Zeitungssätze pressen. Deshalb schreibe ich es hier ausführlicher.
Ganz wichtig vorweg:
Ich spreche hier nur für mich.
Du darfst das anders sehen.
Du darfst anders denken.
Und das ist völlig okay.
Warum fühlen sich viele Menschen in Deutschland nicht mehr wohl?
Und warum verlassen immer mehr das Land? Darüber hat auch das Hamburger Abendblatt am 13.12.2025 berichtet – in einem Artikel über mich. Für mich kommen hier mehrere Dinge zusammen.
Einwanderung & Sicherheit – persönliche Beobachtungen
Ich habe Freunde mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Nationalitäten und Lebensgeschichten. Ich finde es bereichernd, Menschen freundlich zu begegnen, weltoffen zu sein und mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen. Ich halte es für richtig, Menschen Schutz zu bieten, die wirklich Hilfe brauchen, auf der Flucht sind oder für ihre Kinder Sicherheit suchen.
Gleichzeitig beobachte ich im Alltag Situationen, die mich nachdenklich machen:
Es gibt Fälle, in denen Menschen, die Straftaten begehen, nach Untersuchungshaft oder psychischer Begutachtung wieder freikommen und erneut straffällig werden.
Solche Fälle können das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinflussen und das Vertrauen in Abläufe und Behörden belasten.
Mir ist wichtig:
Ich spreche ausschließlich von Einzelfällen, die mir bekannt sind oder über die berichtet wird.
Ich verallgemeinere nicht über Gruppen oder Nationalitäten.
Ich möchte einen persönlichen Einblick geben, keine politische Bewertung oder Schuldzuweisung.
Ich äußere mich nicht öffentlich politisch und ordne mich keiner Partei zu – und das wird auch in Zukunft so bleiben. Das bedeutet nicht, dass mir politische Themen egal sind. Im Gegenteil, sie sind mir wichtig. Gleichzeitig ziehe ich es vor, darüber keine öffentlichen Stellungnahmen abzugeben, um Diskussionen oder Missverständnisse zu vermeiden.
Was ich aber tue:
Ich spreche über Themen, die mir im Alltag begegnen.
Über Beobachtungen.
Über Erfahrungen.
Über Fragen, die sich viele Menschen stellen – oft leise, oft unausgesprochen.
Das ist keine politische Stellungnahme. Das ist ein persönlicher Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen. Meine politische Einstellung lasse ich bewusst unbeantwortet. Jeder Mensch darf .. und soll .. selbst denken, fühlen, recherchieren und entscheiden.
Gehälter & Arbeitsbedingungen – warum sich vieles nicht mehr stimmig anfühlt
Vielleicht sind es Luxusprobleme. Vielleicht aber auch nicht.
Ich bin als Stillberaterin und Geburtsbegleiterin selbstständig.
Und ich sehe gerade, wie immer mehr Hebammen ihren Beruf aufgeben.
Warum?
Versicherungsbeiträge explodieren
Auflagen werden immer enger
Arbeitsbedingungen immer belastender
Abrechnungen mit Krankenkassen fressen Zeit und Nerven
Und das ist nur ein Beispiel von vielen.
Ich glaube, fast jede Branche könnte hier ihre eigene Geschichte erzählen.
Bildung – ein großes Thema für uns Eltern
Auch hier nochmal klar: Das ist meine persönliche Meinung.
Ich empfinde den aktuellen Lehrplan als sehr stark an alten Strukturen orientiert. Es gibt so viele Studien, die zeigen, dass Kinder unterschiedlich lernen und dass das System dem oft nicht gerecht wird.
Vielleicht erklärt das auch, warum es immer mehr alternative Bildungswege gibt:
Waldorf
Montessori
freie Schulen
selbstbestimmte Bildung
Weitere Zeitungsartikel über mich
Samstag, 13.12.2025 – Hamburger Abendblatt
Montag, 15.12.2025 – Zevener Zeitung
Dienstag, 16.12.2025 – OM Medien
Donnerstag, 18.12.2025 – Hamburger Morgenpost
Warum ich trotzdem weiter spreche
Ich bin eine freiheitsliebende Frau und eine Mama. Ich möchte auf meinem Blog, auf Social Media und auch im privaten Leben über die Themen sprechen, die mir wirklich am Herzen liegen.
Zum Beispiel:
dass Bauern leider immer mehr verschwinden
dass wir mehr Bienen brauchen
weniger Plastik Müll im Meer
weniger sinnlose Knallerei an Silvester
Das Ende von Kinderpornografie
Da gibt es natürlich noch viel mehr Themen. Ich spreche lieber über solche Dinge als über Schminke, Nagellack, Konsum, Markenklamotten oder den hundertsten TikTok-Trend. Und nein: Ich mache niemanden schlecht, der das liebt. Jeder darf leben, wie es sich richtig anfühlt.
Mein Weg ist einfach ein anderer. Mein Motto ist: Sei du die Veränderung, die du dir selbst wünschst.
Dazu gehört für mich auch, über Dinge zu sprechen, die unbequem sein können. Ich habe nur dieses eine Leben. Und ich will es bewusst leben. Menschen ermutigen. Zum Nachdenken anregen. Und vielleicht ein kleines bisschen etwas bewegen.
Zum Schluss noch etwas Schönes
Wir haben einen dritten Sponsor bzw. Partner gewonnen, der sich um die Entfernung des alten Unterbodenschutzes kümmert, der bei uns komplett erneuert wird.
Wir lesen uns im nächsten Blogartikel.
Danke für deine Zeit.
Danke fürs Lesen.
Alles Liebe
Flo
Spendenkonto: Vom Rauswurf zum Aufbruch