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Zwischen Chaos, Zusammenhalt und kleinen Wundern

  • Flo Eckhoff
  • 13. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Jan.

Wie unser Doppeldeckerbus es doch noch in die Rost-Werkstatt geschafft hat


Manchmal gibt es diese Phasen im Leben, in denen einfach alles gleichzeitig passiert. Gute Dinge. Schwierige Dinge. Und Dinge, bei denen man kurz nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.

Die letzten zwei Wochen gehörten definitiv dazu.


Montag, 01.12.2025 – Der Schockmoment


Am Montag haben wir die Tür gegenüber vom Fahrerbereich aus der Werkstatt abgeholt.

Unangerührt. Nicht bearbeitet. Nicht vorbereitet.


Wir waren geschockt, frustriert und ehrlich gesagt auch ziemlich verzweifelt. Denn:

Am Donnerstag, den 04.12., sollte unser Bus eigentlich in die Rost-Werkstatt nach Dinklage gebracht werden.

Und genau diese Werkstatt, die für die Tür zuständig war, wollte auch gemeinsam mit uns die neue Scheibe im Oberdeck einkleben. Tja. Pustekuchen.


Da standen wir also: Montagabend. Ohne Plan.

Mit einem Glaswert von rund 5.000 €:

  • Tür: 1.500 €

  • Oberdeck-Scheibe: 3.600 €


Und wieder einmal waren wir bei einem Punkt, den ich inzwischen wirklich verinnerlicht habe:

Kontakte sind das A und O.


Dienstag & Mittwoch – Improvisation auf höchstem Niveau


Ich habe telefoniert. Nachrichten geschrieben. Kontakte aktiviert. Und tatsächlich:

Wir haben eine Lösung gefunden.


Am Mittwoch, den 03.12., von 16:00 bis 22:00 Uhr, standen plötzlich fünf Männer bei uns – um die Scheibe im Oberdeck einzukleben. Auf 3 Metern Höhe.

  • Zwei von innen

  • Zwei von außen

  • Einer für Material, Werkzeug und Koordination


Eine Pizza-Pause gab es natürlich auch. Ja, es gibt gesündere Alternativen. Aber Hand aufs Herz: Wie oft essen wir Pizza im Leben? Sehr selten. Und wer arbeitet, darf sich auch stärken.

Währenddessen wurde parallel bereits die Scheibe aus der Tür „herausgekloppt“, alten Kleber aus der Tür entfernt und die neue Scheibe mit den Männern eingesetzt – Multitasking auf Doppeldecker-Niveau.

Danke von Herzen.


Ein riesengroßes Dankeschön an:

Marcel, Florian (unser Organisator aus der Ferne), Dennis, Fabian, Mattia, Kevin


Ohne euch wäre diese Herausforderung so nicht möglich gewesen.


Donnerstag, 04.12. – Abfahrtstag mit Nervenkitzel


Donnerstagmorgen. Geplanter Abfahrtstag.


Marcel ist sehr früh aufgestanden und hat die Tür eine Stunde vor geplanter Abfahrt wieder zusammengesetzt und wieder eingebaut. Halleluja. Was ein Nervenkitzel.


Gegen 13:00 Uhr kam dann der Busfahrer. Der Motor sprang an – aber der Bus wollte sich nicht nevilieren, also die Federung des Busses ist nicht hochgefahren. Dadurch konnte der Bus nicht fortbewegt werden.

Zusätzlich: Sämtliche Fehlermeldungen im Cockpit, keine Einsicht in Businformationen. Darunter "Motorregelungfehler, STOP!", ach du heilige Scheiße.


Um es abzukürzen:

Der Busfahrer fuhr wieder nach Hause.


Und wir? Wir standen wieder da. Und durften erneut von vorne denken. Bevor jetzt Kritik kommt:

Ja, wir sind keine Bus-Profis. Aber selbst der Busfahrer, der jahrelang Doppeldecker gefahren ist, wusste nicht, woran es lag.


Also:

  • MAN-Werkstatt angerufen

  • Instagram-Follower, die längst Freunde geworden sind, kontaktiert

  • Florian angerufen


Sonntag, 07.12. – Einsatz am Wochenende


Florian stand am Sonntag wieder bei uns. Schon wieder ein Wochenende. Schon wieder mehrere Stunden Arbeit – gemeinsam mit Marcel – direkt am Bus.


Zu meiner Verteidigung an dieser Stelle, währenddessen habe ich auf die Kinder aufgepasst und telefonische Beratungen als Birthkeeperin und Breastkeeperin geführt. Ich habe also nicht nur Däumchen gedreht.


Bonus-Drama: Der Marder


Als wäre das alles nicht genug, fiel den Männern während der Fehlersuche auf: Ein Kabel von einem Sensor war angefressen, welcher die Fehlermeldung "Motorregelungfehler, STOP!" verursacht hat. Mutmaßlich von einem Marder. Zum Glück ist Marcel Elektroniker für Betriebstechnik. Ein halb kaputtes Kabel bringt ihn nicht aus der Ruhe. Meinen Puls allerdings schon.


Das Kabel wurde zusammen mit Florian instandgesetzt – alles lief wieder. Ein kompletter Austausch folgt noch, dauert aber ca. zwei Tage, da dafür mindestens eine Lichtmaschine ausgebaut werden muss. Haken dran.


Mittwoch, 10.12. – Endlich: Fahrt nach Dinklage



Am Mittwoch, den 10.12.2025, war es dann soweit: Dennis fuhr den Bus gemeinsam mit uns nach Dinklage – in Kolonne: Er voraus und wir hinterher.


Dank unseres Webfleet Bus-Navis lief die Route perfekt:

  • Brücken

  • Tunnel

  • Höhe

  • Maximalgeschwindigkeit 80 km/h


Es wurde alles berücksichtigt.


Zwischenstopp zum Tanken: ca. 250 € für eine halbe Tankfüllung (Manche interessiert das ja )


Erste Einschätzung in der Rost-Werkstatt


Am Freitag schaute sich Dominik von NeverEverRust den Bus von unten an.

Baujahr 2009 – natürlich gibt es Rost.


Aber:

  • Der Gesamtzustand ist gut.

  • Es wartet viel Arbeit – ja.

  • Aber es könnte schlimmer sein. Immer positiv denken


Medien-Updates – Es geht weiter


Am Samstag, den 13.12., erschien ein neuer Folgeartikel im Hamburger Abendblatt.

Dort wurden auch NeverEverRust und Autoaufbereitung Palenga erwähnt.

(Beide werden uns auf diesem Weg begleiten.)


Am Sonntag, den 14.12. (heute), steht der nächste Redaktionstermin an:

  • Extra an einem Sonntag

  • Direkt bei der Werkstatt

  • Ca. 2 Stunden Anfahrt

  • 1 Stunde vor Ort

  • 2 Stunden Rückfahrt


Und wir machen das sehr gerne. Der OM-Artikel folgt in Kürze. Ein weiterer Zeitungsartikel ist aktuell in Bearbeitung und erscheint in KW 51.


Bühne frei – Januar 2026


Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mein Bühnenauftritt im Januar terminiert ist? Mit Datum. Mit Uhrzeit. Ich werde 30 Minuten lang unser Doppeldeckerbus-Projekt vorstellen dürfen. Wann und wo ihr mich besuchen könnt, gebe ich bald bekannt.


Führerschein-Update


Auch hier geht es voran:

  • Augenärztliches Gutachten check

  • Hausärztliches Gutachten check


Es fehlen nur noch:

  • Erste-Hilfe-Kurs

  • Passfoto


Beides erledige ich noch dieses Jahr.

Im Januar starte ich dann offiziell mit dem Führerschein.



Bis zum nächsten Blogartikel wünsche ich euch eine wunderbare Zeit.

Danke, dass ihr da seid.

Danke für euer Interesse.

Danke fürs Mitfiebern.



Flo


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